irgendwie wird es immer, aber wie es wird – no clue! (im Zweifel über What’s App)- Willkommen in Afrika.

irgendwie wird es immer, aber wie es wird – no clue! (im Zweifel über What’s App)- Willkommen in Afrika.

6. September 2021 0 Von Eva

Wir sind hier. In Kigali, Hauptstadt Ruandas, seit bald 3 Wochen. Seit dem ersten Tag läuft es rund. Haussuche in Muhanga, Sprache lernen, Kultur eintauchen, Luftfracht aus dem Zoll holen, irgendwie – Arbeitsvisum, Aufenthaltsgenehmigung, fliegendes Klassenzimmer, Übergangs-Haus bewohnen, Housekeeper und Guard und liebe Wachhündin June im August kennenlernen, Paperwork, Ämtergänge, in 2 bis 3 Sprachen. Mit bisschen Englisch, bisschen französisch oder bisschen Kinyaruanda kommen wir hier gut durch den Alltag. Hagel und Wassermassen, die vom Himmel prasseln, an einem heißen Tag Ende August in Kigali. Auch das war dabei. Wir alle im Auto. Das Auto nicht dicht. Die Kinder sind begeistert, dass es hinten beim Rücklicht reinregnet. Abenteuer pur. Wasserstraßen, Wasserflüsse innerhalb weniger Minuten, eine Regenmacht haben wir selten so nah erlebt. Autofahren in einer Millionenstadt. Mit 100tern roter Mototaxis, mit grünen Helmen, Covid-Regeln des Landes lernen, Maskenpflicht auch im eigenen Auto mit eigenem Haushalt, Markterfahrungen mit toten Fischen, bunten Gemüse, frischem Obst, lebendigen Chicken und Momo. Mobile Money. Ja, quasi fast jeden Parkplatz, wenn auch nur 10-30 Cents zahlen wir mit MoMo. Die Straßen sind großstädtisch voll. Riesen Round-Abouts, 2- bis 5-spurig, je nach dem ob man die Spuren zählt. Es passen immer zwei bis drei Mototaxis zwischen Geländewagen oder eben auch Fahrradtaxis, mit gepolsterten Gepäckträgern. Geht alles. Im Zweifel wird man als Fußgänger nicht überfahren und das dauernde Hupen ist Teil der Straßenkommunikation. Einfach mitfahren, dann findet man seinen Weg.

Autostraßen, mit vielen Kilometern Verfahrungen in unserer neuen sehr alten silbernen dicken Lady (netter älterer Mitsubishi), abgefahrene Fußwege, Mount Kigali mit Wahnsinns-Ausblick, Großstadt bunt und mit an die 7,5 Hochhäusern und ganz vielen anderen Häusern. Bunt. Dunkelrot bis altrosa, knallgelb und zitronenfalter, abgedunkelte Fenster (Moskitos?), orange und Lachsfarben, auch Flieder und Petrol, Ikeafarben blau gelb und Virungagrün. Es gibt sie alle. Alle Farben. An den Häusern und in den Häusern. Bunt. Unsere Welt hier ist bunt. Content und Oberfläche – Bunt. Gesprächsthemen. Bunt. Und Erdnüsse, die wirklich nach Erdnuss schmecken.

Und abends werden die Augen müde – von so viel Farben mit so vielen Eindrücken und so vielen eurozentrischen Gedanken in einer äquator-nahen Welt. Manchmal wird die Spannung – die es auszuhalten gilt – sehr groß – und wie gut ist es dann, für die Augen, dass es Abend wird. Sehr zuverlässig ist es jeden Abend um 18h zappenduster. Stockfinster. Abend wird es von alleine. Und dunkel auch. Erinnert daran, wie gut und wichtig das Runterfahren ist. Nicht nur für Computer – mit diesem alten „Knopf“ – Sleep modus oder sogar „Herunterfahren“ – sondern auch für uns.